Die Geschichte der Zollpolitik Europas

Zollbeamter EuropaSchutzzölle waren über Jahrhunderte eines der wichtigsten Instrumente staatlicher Wirtschaftspolitik innerhalb Europas. Heute können dieses die nationalen Regierungen jener Staaten, die der Europäischen Union angehören, nicht mehr anwenden. Es herrscht Freihandel, dennoch bleibt Zollpolitik wichtig.


Von nationalstaatlichen Zöllen zur Freihandelszone

Bis einschließlich des Zweiten Weltkrieges war Europa ein Kontinent der Nationalstaaten. Die Katastrophe des Krieges führte dann zum Umdenken: Europa sollte zusammenwachsen, um Kriege in der Folge unmöglich zu machen. Dieser Prozess ging Schritt für Schritt voran. Manchmal gab es auch Rückschläge, insgesamt war der Weg aber erfolgreich und mündete in der heutigen Europäischen Union. Ein wesentliches Feld der Zusammenarbeit war der Bereich der Wirtschaft. Nach ersten Initiativen auf dem Sektor Kohle und Stahl in den Fünfzigern entwickelte sich die ökonomische Integration rasant. Bereits 1968 entschlossen sich die Mitgliedsstaaten, die Europäische Union in eine Freihandelszone umzuwandeln. Grundlage hierfür war der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Seitdem gelten zwei Bestimmungen: Auf Handel innerhalb der Europäischen Union dürfen die Mitgliedsstaaten keine Zölle mehr erheben. Zudem dürfen Sie den Austausch von Waren auch nicht verbieten oder mengenmäßig beschränken. Vor allem Deutschland als traditionelle Exportnation profitiert von diesen Regelungen in erheblichem Maße.

Die Zollpolitik der EU nach außen

1968 war aber keinesfalls das Ende der europäischen Geschichte der Zollpolitik. Auch heute müssen sich noch zahlreiche Unternehmen mit komplizierten Zollbestimmungen auseinandersetzen. Die Europäische Union erhebt nämlich Zölle bei Waren, die in ihr Gebiet importiert oder von diesem exportiert werden. Zuständig für die Höhe der Zölle ist allein die europäische Ebene, sämtliche Zolleinnahmen fließen auch der Union zu. Grundsätzlich wirkt die Europäische Union im Handel mit anderen Staaten auf eine Abschaffung der Zölle hin, allerdings sind sie von diesem Ziel noch weit entfernt. Aus diesem grund sind fast alle betroffenen Waren mit unterschiedlich hohen Zöllen belegt. Diese differieren nicht nur je nach Staat, sondern auch zwischen Warengruppen. Alle Unternehmen, die mit Zöllen konfrontiert sind, sollten sich stets auf dem Laufenden halten. Häufig ändern sich diese nämlich. Wenn die Europäische Union eine protektionistische Zollpolitik eines anderen Staates feststellt, reagiert sie ebenfalls mit Zollerhöhungen. Wer immer aktuell informiert sein möchte, sollte deshalb das Angebot der Spezialisten von www.hza-seminare.de annehmen.

Ständige Fortbildung im Bereich Zölle ist unverzichtbar

Seit 1968 ist die Europäische Union eine Freihandelszone: Kein Mitgliedsstaat darf Zölle auf den Warenaustausch untereinander erheben. Bei Handel mit Nicht-EU-Mitgliedern werden aber weiterhin Zölle erhoben, die sich häufig ändern. Eine regelmäßige Schulung der damit beschäftigten Mitarbeiter eines Unternehmens ist deshalb ratsam. Entsprechende Angebote gibt es bei www.hza-seminare.de.

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